DDR-Filmreihe: "Unser kurzes Leben" (1980)

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Einmal im Monat zeigen wir Filme, die uns das Leben und den Alltag in der DDR näher bringen sollen. 30 Jahre nach dem Untergang des sozialistischen Projekts, wollen wir Zeitdokumente der DEFA sprechen lassen, kritisch die Selbstbeschreibungen der DDR hinterfragen und diskutieren. Komplettes Programm unter http://plattenkosmos.berlin/node/64

Diesmal: Unser kurzes Leben (1980, 116 Min.) nach dem Roman „Franziska Linkerhand“ von Brigitte Reimann. Nach ihrer Scheidung entschließt sich die Architektin Franziska Linkerhand, für ein Jahr aus Berlin in eine Provinzstadt zu gehen. Franziska ist eine Maximalistin, und rigoros vertritt sie ihren Anspruch, Ideal und Wirklichkeit in Übereinstimmung zu bringen. In der Stadt kommt sie in ein Kollektiv, dessen Chef vor den Zwängen der Praxis bereits kapituliert hat. Auseinandersetzungen sind zwangsläufig. In dem Kipperfahrer Trojanovicz lernt sie einen neuen Mann kennen und lieben. Aber wie im Beruf macht sie auch im Privatleben keine Kompromisse. Damalige Kritik im Neuen Deutschland von 1981: „Rigorosität, Ehrgeiz können für die persönliche wie für die gesellschaftliche Entwicklung eine nützliche Kraft sein, sie können sich aber auch unter bestimmten Voraussetzungen in blanken Karrierismus oder hemmende Eigenbrötelei umschlagen und Einsichten in das Notwendige verhindern.“ Der Raum ist barrierefrei.