Film und Diskussion

Kinder von Golzow - Letzter Film

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Wir schließen unsere Filmreihe „Die Kinder von Golzow“ mit dem (bislang) auch letzten Film aus der Serie, der 2007 erschienen ist. Dieser wurde Bernhard und Eckhard, zwei Landmaschinenschlossern gewidmet. Außerdem wird ausführlich über Manfred Grosskopf, dem heutigen Geschäftsführer der Landwirtschafts-GmbH Golzow berichtet. Hier erfahren wir wie die LPG abgewickelt und dann doch noch in Teilen in die neue Zeit hinübergerettet wurde.

Das sah zum Ende des letzten Films noch nicht so rosig aus. Wer im November mit uns den vorletzen Abschlussfilm gesehen hat, wird sich noch gut an die plötzliche Arbeitslosigkeit vieler LPG-Mitarbeiter*innen kurz nach 89/90 erinnern können. Karin, die Schweinezüchterin, die ehrlich zu Protokoll gab: „Arbeitslos kann ich nicht“ und in den Westen gehen musste, um dort wenigstens im Niedriglohnbereich arbeiten zu können.

Highlight des November-Films war sicherlich Gudrun, die Tochter des langjährigen LPG-Vorsitzenden Arthur Klitzke, der bereitwillig 89/90 seinen Platz räumt und milde auf die Zerfallsvorgänge schaut. Ganz anders sein Tochter, die mit 28 Jahren aus der FDJ-Kreisleitung zur Bürgermeisterin von Genschmar gekürt wurde und ihren Vater schon mit 14 Jahren beim Abendbrot fragt „Sag mal, ist euer Halbjahresplan schon erfüllt?“. Sie ist fast schon persönlich beleidigt vom Umbruch in der DDR, weil sie noch ein bisschen was vor hatte in diesem Land und ihrem Dorf, das zum 1.5.1989 noch mit dem Titel „Schönes und produktives Dorf“ ausgezeichnet wurde. Die Hoffnung auf „das neue Denken“ treibt die Leute leider aus der Partei und gerade nicht zu einem besseren Sozialismus. Knapp 10 Jahre vorher als es um Solidarnosc in Polen ging, raunte sie an der Parteihochschule in Frankfurt/Oder in den grauen Himmel: Die polnische Partei sei halt nicht genügend verbunden mit den Massen. Hierzulande müsse mensch sich vor der Phrase schützen und ds gesellschaftliche Bewußtsein aller fördern. Wer soviel erwartet, musste entäuscht werden. Wir werden sehen, wie Berhard und Eckhard diese Fragen beantworten.

Wie immer wollen wir am Ende des Film mit euch diskutieren. Diesmal gibt es Glühwein!

Kinder von Golzow: Dritter Abschlussfilm

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Den dritten Abschlussfilm der Doku-Reihe „Die Kinder von Golzow“ zeigen wir wieder am Monag, 26. November, wie gehabt um 19 Uhr in der Remise. Es geht nochmal um Elke (Termin 28.5.), um Karin, die nach Wuppertal ging und Altenpflegerin wurde, und um Gudrun. Letztere hat es zur Bürgermeisterin von Genschmar gebracht. Wie ihr Vater, der langjährige LPG-Vorsitzende. Wie immer wollen wir nach dem Film mit euch diskutieren. Und: Wir haben einen Plan für eine ähnliche Reihe für nächstes Jahr. Also kommt vorbei und gebt Feedback dazu.

Kinder von Golzow: Abschlussfilm zu Winfried

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Aus der Doku-Reihe die Kinder von Golzow zeigen wir diesmal den zweiten Abschlussfilm "Und wenn sie nicht gestorben sind ... ". Ein Abend nur zu Winfried, dem Bauernsohn. Er hat als Ingenieur die ersten Computer der DDR bedient, war SED-Mitglied und Kommandeur der Kampfgruppe im Zellstoffwerk Görlitz. Nach 1989 verließ er seine Familie und startete in Bayern eine neue Karriere und Familie. Der Film zeigt auch wie die Partei im Alltag verankert war. Der Raum ist barrierefrei.

Die Kinder von Golzow: Abschlussfilme Erster Teil

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Zwei Drittel unserer Filmreihe sind durch. In den letzten Monaten des Jahres zeigen wir die vier Abschlussfilme der Doku-Reihe "Die Kinder von Golzow". Diesen Montag: "Und wenn sie nicht gestorben sind ... Teil 1".
Der Teil aus dem Jahre 2005 enthält Material über die Charaktere Petra (Klassenbeste, verhinderte Ärztin und nun Bauingenieurin), Christian (vom Landmaschinenschlosser zum Hausmeister bei der „Kreditanstalt für Wiederaufbau“), Ilona (FDJ-Funktionärin, Elektronikfacharbeiterin) und dem zweiten Jürgen aus der Golzower Klasse (Maler und Tapezierer in der Produktionsgenossenschaft „Form und Farbe Seelow“ und später Transport- und Lagerarbeiter) deren Interviews und Schulszenen gezeigt werden.

Die Kinder von Golzow Teil 7 - Dieter

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Es geht weiter mit der längsten Dokumentarfilmreihe der Welt (1961-2007). Diesmal zu sehen "Ein Mensch wie Dieter". Dieter aus Golzow war 1988 in Libyen. Er hat dort gearbeitet. Sein Leben lang wollte er Reisen und konnte das nur als Zimmermann realisieren. Der Film begleitet ihn und seine Familie bis 1999. Wie immer mit Snacks und Diskussion nach dem Film. Achtung: Der Raum ist (mittlerweile) barrierefrei. Wir zeigen den Film in deutscher Sprache mit englischen Untertiteln.

Filmreihe 2018: Die Kinder von Golzow Teil 5 - Elke

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Im Mai zeigen wir die Geschichte von Elke. Noch eine Scheidungsgeschichte. Nach Onkel Willy (April) zeigen wir die Sache diesmal aus der Perspektive einer Frau. Nach dem Film wollen wir wieder diskutieren.

Wir zeigen einmal im Monat, das ganze Jahr 2018 hindurch, Filme aus der Langzeitbeobachtung "Die Kinder von Golzow" (1961-2007). Die Doku-Reihe begeleitet insgesamt 18 Schüler*innen aus Golzow von der Einschulung bis zum Karriereknick- oder Sprung nach dem Zusammenbruch der DDR. Immer am 4. Montag im Monat, um 19 Uhr im Plattenkosmos auf dem Hof der Magdalenenstraße 19.

Der Raum ist leider (noch) nicht barrierefrei. Die Filme werden mit englischem Untertitel gezeigt.